Covid 19 bei Kindern

Bereits seit Ende 2019 gibt es Berichte über ein neuartiges Corona Virus (SARS-CoV-2), welches beim Menschen eine schwere Erkrankung auslösen kann. Diese Erkrankung wird Covid 19 – Corona Virus Disease 2019 – genannt. Das Virus hat sich mittlerweile über die ganze Welt verbreitet und schränkt seit Wochen unser Leben und das Leben unserer Kinder dramatisch ein.

Können Kinder schwer krank werden?

Glücklicherweise ist der Verlauf bei Kindern fast immer mild. Die Erkrankung betrifft vor allem die ältere Bevölkerung. Es gibt in der medizinischen Literatur nur einzelne wenige Fallberichte von schweren Verläufen und weltweit nur ganz wenige beschriebene Todesfälle. Allein an einer Influenza Erkrankung (herkömmliche Grippe) sterben jedes Jahr in Österreich bis zu 10 Kindern. Bisher ist kein einziger Todesfall an Covid 19 bei Kindern in Österreich beschrieben worden.

Können an Covid 19 erkrankte schwangere Frauen ihr Neugeborenes anstecken?

Eine Übertragung intrauterin von der Schwangeren zum Fetus ist umstritten. Einige wenige Fallberichte haben Antikörper gegen das Corona Virus beim Kind nachweisen können. Nachdem die Testung unmittelbar nach der Geburt erfolgt ist und diese Antikörper nicht über den Mutterkuchen übertragen werden können, würde dies für eine abgelaufene Infektion beim Neugeborenen sprechen. Diese Antikörper-Tests sind aber nicht sehr zuverlässig. Es könnte sich also auch um einen falschen Laborbefund handeln. Nach der Geburt jedoch könnte eine infizierte Mutter natürlich das Baby anstecken. Aber auch in diesem Fall gilt, dass es nur ganz wenige Fallbeispiele von schwer kranken Neugeborenen gibt.

Wie infektiös sind Kinder?

Auch dies ist bei dieser neuen Erkrankung unklar. Kinder sind oft asymptomatisch. Nachdem bisher weltweit die Testkapazitäten zum Nachweis einer Covid 19 Erkrankung begrenzt waren, wurden vor allem symptomatische Patienten getestet. Aus diesem Grund wissen wir nicht, wie viele Kinder weltweit schon erkrankt sind. Außerdem wurden Schulen frühzeitig geschlossen und es wurde somit dem Virus die Möglichkeit genommen, sich in den Klassen rasch zu verbreiten. Die Experten sind sich derzeit nicht einig, ob Kinder bei der Übertragung eine wesentliche Rolle spielen.

Atypische Verlaufsformen bei Kindern?

Zuletzt wurde in den Medien berichtet, dass manche Kinder eine atypische Verlaufsform haben. Viel mehr dürfte wahr sein, dass das Virus bei Kindern ähnlich wie Erwachsenen manchmal eine starke Aktivierung des Immunsystems auslöst. In diesem Fall kommt es zu einem Krankheitsbild, das ähnlich dem Kawasaki Syndrom ist. Die Kinder haben über mehrere Tage hohes Fieber und entwickeln unter anderem eine Rötung der Augen, einen Ausschlag und geschwollene Hände und Füße. Diese Kinder müssen unbedingt an einer Kinderabteilung behandelt werden. Es gibt in Österreich vereinzelt Kinder, die diese Symptome entwickelt haben. Sollte ihr Kind über mehrere Tage hoch fiebern, suchen sie unbedingt ihren Kinderarzt auf!